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[Letzte Aktualisierung: 20.05.2010] [ OFAA 13 ] Kultische Zentren und Matronenverehrung in der südlichen Germania inferior.Frank Biller Hardcover Die Arbeit liefert einen Überblick über religiöse Zentren in den ländlichen Gebieten der südlichen Germania inferior zwischen Rur, Rhein, Provinzgrenze und der Straße Köln-Bavai. Die große Bedeutung der Matronenkulte zeigt sich in der Zahl ihrer Tempel und Weihungen, die der Summe aller übrigen gleichkommt. Matronen waren Ahnengöttinnen und Fruchtbarkeitsgöttinnen mit über 100 verschiedenen Epiklesen, die ihr Wesen, Geländenamen / Flurnamen / Baumnamen oder Personalverbände bezeichnen. Entgegen älteren Forschungsmeinungen zu der zeitlichen Beschränkung ihrer Verehrung [ca. 150-250] beginnt ihr Kult nach Funden und Befunden bereits im 1. Jh. n.Chr. und bestand bis weit ins 4. Jh. . Während in urbanen Zentren hochrangige Anhänger vorkommen, weisen Dedikantennamen auf dem Lande auf romanisierte Einheimische keltischer oder germanischer Abstammung. Die Kultpraktiken tragen mit Opfer, Prozession, Kultmahlzeit, Tempel, Kultbild und Priester römische Züge. Während die Matronenverehrung in den vici von Jülich und Zülpich „ökumenisch“ mit anderen Göttern erfolgte, waren Kultplätze auf dem Lande eher einzelnen lokalen Schutzgottheiten wie den ubischen Matronen geweiht.
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