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[Letzte Aktualisierung: 23.04.2007] [ IA 62 ] Der thronende Zeus.Eine Untersuchung zur statuarischen Ikonographie des Gottes in der spätklassischen und hellenistischen Kunst. Stavros Vlizos Hardcover Die Komplexität der Ikonographie des Zeus und die Fülle einschlägiger schriftlicher Überlieferung haben das Bild des Gottes verunklart. Entsprechend komplex ist seine Darstellung in der Plastik, weshalb es nötig war, die griechischen Originale des thronenden Gottes vom 4.-1. Jh. v.Chr. zu definieren und zu datieren. Ausgehend von dem ältesten Vertreter der Gattung, der Goldelfenbeinstatue des Phidias in Olympia [um 430 v.Chr.], lassen sich u. a. anhand römischer Kopien fünf Schemata herausarbeiten, die nach den Fund- bzw. Aufbewahrungsorten wichtiger Vertreter benannt werden: Schema Lyon [Anf. 4. Jh.], Rom [Ende 4./2. Jh.], beide aus Attika, Schema Malibu [2.Jh.], Pergamon [2./1. Jh.], Konya [1. Jh.], alle drei aus Kleinasien. Während anfangs die Verbindungen zum olympischen Vorbild eng sind, lösen sich mit Schema Malibu die Statuen deutlich vom Vorbild, indem das ernste, statische Zeuskultbild durch mehr Bewegung, Natürlichkeit, Spontanität und orientalisierende Elemente umgestaltet wird. Ein Einfluß des Schemas Konya auf Darstellungen von Jupiter Capitolinus ist möglich. Zu den Schemata kommen Torsen unsicherer Bestimmung hinzu.
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