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[Letzte Aktualisierung: 23.04.2007] [ IA 42 ] Das Kind in der Linienbandkeramik.Befunde aus Gräberfeldern und Siedlungen in Mitteleuropa. Beate Siemoneit Hardcover Die Auswertung von 250 Kindergräbern in Deutschland und den Nachbargebieten ergab, daß Kinder auf Gräberfeldern etwa ein Drittel der Bestatteten ausmachen, wobei Säuglinge unter einem Jahr kaum vertreten sind und oft ein gräberfeldspezifisches Mindestalter feststellbar war. Meist haben Kinder weniger Beigaben als Erwachsene, bestimmte Objekte sind an ein Mindestalter gekoppelt. Die höchste Beigabenfrequenz ist bei Acht- bis Zehnjährigen festzustellen, die niedrigste bei 12- bis 14jährigen. An der Schwelle zum Erwachsensein wurde bisweilen besonders reich ausgestattet. Kleine Becher mit gegenständigen Löchern sind kinderspezifische Beigaben. Kinderbeigaben unterscheiden sich oft in Machart, Größe oder Lage von denen Erwachsener, während die Grabanlage mit Erwachsenengräbern übereinstimmt. Der Unterschied bei Siedlungsbestattungen besteht im dortigen hohen Anteil an Kleinstkindern und weiblichen Individuen, seltenen, weniger vielfältigen und anderen Beigaben sowie weiteren Abweichungen. Auch in Mehrfachgräbern, Massengräbern und Schädeldeponierungen sind Kinder vertreten.
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