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[Letzte Aktualisierung: 23.04.2007] [ IA 40 ] Mesolithische Bestattungen in Europa.Ein Beitrag zur vergleichenden Gräberkunde. Judith M. Grünberg Hardcover 125 mesolithische Bestattungsplätze aus 23 Ländern Europas enthielten über 1.600 Individuen, von denen die meisten in Dänemark und Frankreich, die größten Gräberfelder [mind. 177 bzw. 145 Gräber] in Karelien und Lettland belegt sind. Die Auswertung umfaßt archäologische und anthropologische Befunde, die mit denen epipaläolithischer Bestattungen in Übersee, paläolithischer und neolithischer Gräber Europas sowie ethnographischen Quellen verglichen werden. Die Gräber liegen isoliert oder in Gruppen, in Freiland, Höhlen, Abris oder Molluskenhaufen. Sie enthalten überwiegend Adulte und Kleinkinder. Körpergräber dominieren, aber auch Brandbestattungen, Sekundärbestattungen, Teilbestattungen und Nachbestattungen kommen vor. Es sind Grabbauten aus Stein und Holz, Einzel- und Doppelbestattungen sowie Gruppenbestattungen belegt. Geräte und Schmuck finden sich besonders bei 20-Jährigen bis 40-Jährigen und Männern. Auch mögliche Statussymbole waren vorhanden. Bei Ockerfärbung, Opfergruben, Tierbeigaben, Feuerstellen, Totenhütten und Bestattungen von Hunden handelt es sich um regionale Riten. Morphologische Anomalien, Mangelernährung, degenerative Veränderungen und Verletzungen sind am Skelettmaterial häufig.
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